Website-Erstellung wirkt oft wie ein rein technisches Projekt: Hosting buchen, Theme wählen, Plugins installieren. Diese Schritte sind wichtig – aber die erfolgreichsten Websites entstehen meist lange vor dem ersten Klick im WordPress (*)-Dashboard. Sie beginnen mit einem Plan.
Eine Website ohne klaren Plan wird schnell unübersichtlich, schwer zu pflegen und verfehlt ihr eigentliches Ziel. Du landest dann häufig dabei, Seiten neu zu gestalten, Texte neu zu schreiben, die Navigation umzubauen oder im schlimmsten Fall die ganze Website neu aufzusetzen – nur weil am Anfang die Grundlage fehlte.
Sorgfältige Planung verhindert genau das. Sie gibt dir Richtung, sorgt für Konsistenz, verbessert die Erfahrung deiner Besucher und spart dir später viel Zeit. Egal ob du einen persönlichen Blog, eine Unternehmenswebsite, einen Online-Shop, ein Portfolio, eine Bildungsplattform oder die Website einer gemeinnützigen Organisation baust: Die Planungsphase ist eine der wertvollsten Investitionen, die du machen kannst.
In diesem Artikel geht es genau um die Entscheidungen, die du treffen solltest, bevor du WordPress (*) installierst oder ein Theme auswählst: Ziele definieren, Zielgruppe verstehen, Inhalte organisieren, eine Marke aufbauen und eine klare Struktur schaffen. Am Ende hast du eine Grundlage, auf der du mit Zuversicht aufbauen kannst.
Definiere deine Website-Ziele
Jede wirksame Website beginnt mit einem klaren Zweck. Viele Einsteiger bauen eine Website, weil sie wissen, dass sie online präsent sein müssen – aber sie können nicht genau sagen, was die Website eigentlich erreichen soll. Ohne definiertes Ziel wird jede weitere Entscheidung zu Inhalt, Design, Navigation, Funktionen und Marketing schwieriger, als sie sein müsste.
Deine Website sollte ein Problem lösen, einen Mehrwert bieten oder ein konkretes Ergebnis unterstützen. Stell dir deshalb zuerst eine einfache Frage: Warum erstelle ich diese Website? Die Antwort sollte möglichst konkret und messbar sein.
Vage Ziele klingen zum Beispiel so:
- Ich möchte eine Website.
- Ich möchte online sein.
- Ich möchte mehr Sichtbarkeit.
Klare Ziele sehen dagegen so aus:
- Leads für ein Beratungsunternehmen generieren.
- Handgefertigte Produkte online verkaufen.
- Ein professionelles Portfolio aufbauen.
- Fachartikel veröffentlichen.
- Unternehmensinformationen teilen.
- Eine E-Mail-Abonnentenliste aufbauen.
- Eine Community rund um ein bestimmtes Interesse aufbauen.
Je klarer dein Ziel, desto leichter fällt dir jede weitere Entscheidung beim Aufbau deiner Website.
Primäres Ziel und sekundäre Ziele
Die meisten Websites haben ein primäres Ziel und mehrere sekundäre Ziele. Drei Beispiele zur Orientierung:
- Kleines Unternehmen – primäres Ziel: Kundenanfragen generieren. Sekundäre Ziele: Vertrauen aufbauen, Besucher informieren, E-Mail-Abonnenten sammeln, frühere Projekte präsentieren.
- Persönlicher Blog – primäres Ziel: Wissen und Erfahrungen teilen. Sekundäre Ziele: ein Publikum aufbauen, Werbeeinnahmen generieren, Expertise etablieren.
- Online-Shop – primäres Ziel: Produkte verkaufen. Sekundäre Ziele: Kundenbindung aufbauen, Wiederkäufe erhöhen, eine E-Mail-Liste aufbauen.
Wenn du diese Prioritäten kennst, weißt du auch, welche Inhalte und Funktionen die größte Aufmerksamkeit verdienen.
Messbare Ziele festlegen
Definiere deine Ziele möglichst messbar, zum Beispiel:
- Monatlich eine bestimmte Anzahl an Besuchern gewinnen.
- Zwei Blogbeiträge pro Woche veröffentlichen.
- Zehn Kundenanfragen pro Monat generieren.
- Fünfzig E-Mail-Abonnenten innerhalb von drei Monaten gewinnen.
- Zwanzig Produkte pro Monat verkaufen.
Messbare Ziele geben dir später eine klare Grundlage, um zu beurteilen, ob deine Website tatsächlich funktioniert.
Übung: Definiere deine Website-Ziele
- Notiere den Hauptgrund, warum du diese Website erstellst.
- Bestimme die wichtigste Aktion, die Besucher ausführen sollen.
- Liste drei sekundäre Ziele auf.
- Lege fest, wie du Erfolg konkret misst.
- Überprüfe bei jeder künftigen Website-Entscheidung, ob sie diese Ziele unterstützt.
Den richtigen Website-Typ wählen
Sobald deine Ziele stehen, wählst du den Website-Typ, der sie am besten unterstützt. Unterschiedliche Typen brauchen unterschiedliche Inhaltsstrukturen, Designansätze und Funktionen – die richtige Wahl von Anfang an erspart dir spätere, größere Umbauten.
- Persönlicher Blog – ideal für Schriftsteller, Hobbyisten, Reisende, Branchenexperten, Pädagogen und Vordenker. Typische Bausteine: Blogbeiträge, Kategorien, Schlagwörter, Suchfunktion, Kommentare. Inhalte erscheinen meist in umgekehrt chronologischer Reihenfolge, sodass Besucher zuerst die neuesten Beiträge sehen.
- Unternehmenswebsite – präsentiert Informationen über ein Unternehmen, eine Dienstleistung oder eine freiberufliche Tätigkeit. Typische Seiten: Startseite, Über uns, Leistungen, Kontakt, Kundenstimmen, häufig gestellte Fragen. Hauptziel ist meist die Generierung von Leads oder Anfragen.
- Portfolio-Website – zeigt abgeschlossene Arbeiten, häufig genutzt von Designern, Fotografen, Künstlern, Entwicklern, Autoren und Architekten. Die visuelle Präsentation der Projekte steht im Mittelpunkt.
- Online-Shop – ermöglicht den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen und braucht typischerweise Produktseiten, Warenkorb, Zahlungsabwicklung, Auftragsverwaltung und Kundenkonten. Online-Shops verlangen mehr Planung als reine Informationswebsites, weil Transaktionen sicher und zuverlässig ablaufen müssen.
- Bildungswebsite – bietet Lernressourcen, Kurse, Tutorials oder Schulungsprogramme, etwa für Online-Schulen, Schulungszentren, Coaching-Programme oder Zertifizierungsplattformen. Die Inhaltsorganisation ist hier besonders wichtig, weil Nutzer Materialien oft in einer bestimmten Reihenfolge durcharbeiten.
- Mitgliederwebsite – beschränkt bestimmte Inhalte auf registrierte Nutzer, etwa über kostenlose Registrierung, bezahlte Abonnements, Kurseinschreibung oder Community-Teilnahme. Du musst hier sorgfältig festlegen, welche Inhalte öffentlich bleiben und welche einen Zugang erfordern.
- Website einer gemeinnützigen Organisation – kommuniziert die Mission, gewinnt Freiwillige, teilt Neuigkeiten und sammelt Spenden. Besucher suchen hier meist schnell Organisationsinformationen, Wirkungsberichte, Spendenmöglichkeiten und Veranstaltungsinformationen. Vertrauen und Transparenz sind besonders wichtig.
- Nachrichten- oder Magazin-Website – veröffentlicht regelmäßig große Mengen an Inhalten. Damit Besucher Artikel schnell finden, setzen solche Seiten stark auf Kategorien, ausgewählte Artikel, Autorenprofile und Suchfunktionen.
Übung: Den passenden Website-Typ wählen
- Sieh dir noch einmal dein primäres Ziel an.
- Bestimme, welcher Website-Typ dieses Ziel am besten unterstützt.
- Schau dir mehrere ähnliche Websites genauer an.
- Liste die gemeinsamen Merkmale dieser Websites auf.
- Nutze diese Beobachtungen, um deine eigene Struktur zu planen.
Identifiziere deine Zielgruppe
Einer der häufigsten Anfängerfehler ist der Versuch, eine Website für alle zu bauen. Eine Website, die für jeden gedacht ist, überzeugt am Ende fast niemanden. Erfolgreiche Websites entstehen mit einer konkreten Zielgruppe vor Augen – sie beeinflusst Inhalt, Design, Navigation, Sprache, Funktionen und Marketing gleichermaßen.
Besucher kommen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Erwartungen, Fähigkeiten und Beweggründen auf deine Website. Eine Website für Steuerberater sollte ganz anders aussehen und funktionieren als eine für jugendliche Gamer. Je besser du deine Zielgruppe verstehst, desto relevanter und nützlicher wird das Erlebnis, das du bietest.
Stelle dir zu Beginn diese Fragen:
- Wer sind meine idealen Besucher?
- Welche Probleme versuchen sie zu lösen?
- Welche Informationen suchen sie?
- Was motiviert sie?
- Welche Bedenken haben sie?
- Über welches Wissensniveau verfügen sie?
- Welche Geräte nutzen sie wahrscheinlich?
Zielgruppenprofile erstellen
Eine bewährte Technik ist das Anlegen von Zielgruppenprofilen: kurze Beschreibungen eines typischen Besuchers. Ein Beispiel:
| Name | Petra |
| Alter | 35 |
| Beruf | Kleinunternehmerin |
| Ziel | Lernen, wie sie ihr Unternehmen online vermarktet |
| Herausforderung | Begrenzte technische Erfahrung |
| Gerät | Smartphone und Laptop |
| Inhaltspräferenz | Klare Anleitungen und praktische Ratschläge |
Ein solches Profil macht aus einer abstrakten Zielgruppe eine greifbare Person mit konkreten Bedürfnissen – und das hilft dir bei jeder weiteren Entscheidung.
Die Absicht deiner Besucher verstehen
Besucher kommen fast immer mit einer bestimmten Absicht auf deine Website: Manche wollen Informationen, manche Produkte, manche eine Lösung für ein Problem, manche Unterhaltung. Deine Website sollte es ihnen leicht machen, genau das zu finden. Wenn Besucher nicht schnell finden, was sie brauchen, verlassen sie die Seite – meist ohne wiederzukommen.
Übung: Definiere deine Zielgruppe
- Bestimme deinen idealen Besucher.
- Liste seine Ziele auf.
- Liste seine Herausforderungen auf.
- Bestimme, welche Information er am dringendsten braucht.
- Überlege, wie er deine Website wahrscheinlich entdecken wird.
- Bestimme, welches Gerät er am häufigsten nutzen wird.
- Prüfe jede künftige Inhaltsentscheidung aus seiner Perspektive.
Entwickle eine Content (*)-Strategie
Inhalte sind einer der Hauptgründe, warum Menschen Websites besuchen. Ohne nützliche Inhalte tut sich selbst die optisch schönste Website schwer, echte Ergebnisse zu erzielen. Eine Content (*)-Strategie legt fest, welche Informationen du veröffentlichst, wie du sie organisierst und wie sie deine Website-Ziele unterstützen. Viele Website-Betreiber erstellen Inhalte einfach wahllos – ein strategischer Ansatz führt dagegen zu deutlich konsistenteren Ergebnissen.
Inhaltsarten verstehen
Inhalte können viele Formen annehmen, etwa Artikel, Serviceseiten, Produktbeschreibungen, Anleitungen, Videos, Infografiken, Fallstudien, Erfahrungsberichte, häufig gestellte Fragen oder Ressourcenbibliotheken. Jeder Inhaltstyp erfüllt einen anderen Zweck.
Effektive Inhalte beantworten Fragen, lösen Probleme und helfen Besuchern bei Entscheidungen. Drei Beispiele, abgestimmt auf den jeweiligen Website-Typ:
- Dienstleistungsorientiertes Unternehmen – Serviceseiten, häufig gestellte Fragen, Fallstudien, Kundenreferenzen.
- Bildungswebsite – Tutorials, Unterrichtsmaterialien, Ressourcenleitfäden, Übungsaufgaben.
- Online-Shop – Produktbeschreibungen, Kaufberatungen, Vergleichsartikel, Kundenrezensionen.
Einen Redaktionskalender erstellen
Konsistenz ist oft wichtiger als Quantität. Ein Redaktionskalender hilft dir, Inhalte im Voraus zu planen und einen regelmäßigen Veröffentlichungsrhythmus einzuhalten. Sinnvolle Spalten sind: Inhaltstitel, Inhaltstyp, Zielgruppe, Veröffentlichungsdatum, Hauptziel und Status.
So könnten einzelne Einträge aussehen:
| Seite / Beitrag | Format | Hauptzweck |
| Über unser Unternehmen | Seite | Vertrauen aufbauen |
| Produktvergleichsleitfaden | Artikel | Vertriebsunterstützung |
| Kundenerfolgsgeschichte | Fallstudie | Glaubwürdigkeit erhöhen |
| Leitfaden zur Website-Sicherheit für Anfänger | Blogbeitrag | Informieren |
Solche Beispiele helfen dir, dasselbe Schema – Titel, Format, Zweck – konsequent auf deine eigenen Inhalte anzuwenden.
Wichtige Website-Seiten bestimmen
Bevor du deine Website baust, solltest du festlegen, welche Seiten sie überhaupt braucht. Fast jede Website profitiert von einer Kernauswahl: Startseite, Über-uns-Seite, Kontaktseite und Datenschutzerklärung. Diese letzte Seite wird oft ungenau als „Datenschutzrichtlinie“ bezeichnet – der korrekte und in Deutschland rechtlich verwendete Begriff ist „Datenschutzerklärung“, da sie gemäß DSGVO Pflicht ist.
Die Planung von Inhalten im Voraus reduziert Stress und sorgt für mehr Konsistenz.
Content-Säulen aufbauen
Content-Säulen sind die zentralen Themen, die den Hauptzweck deiner Website tragen. Eine Website für digitales Marketing könnte zum Beispiel diese Säulen haben: Suchmaschinenoptimierung, Content-Marketing, Social-Media-Marketing und E-Mail-Marketing. Jede Säule kann mehrere Artikel, Leitfäden und Ressourcen tragen. Welche zusätzlichen Seiten du brauchst, hängt vom Zweck deiner Website ab – eine frühe Seitenliste erleichtert dir sowohl die Navigationsplanung als auch die Inhaltserstellung.
Arbeitsblatt zur Content-Planung
Beantworte vor dem nächsten Schritt diese Fragen:
- Welche Informationen brauchen Besucher zuerst?
- Welche Informationen helfen, Vertrauen aufzubauen?
- Welche Informationen unterstützen Konversionen oder Verkäufe?
- Welche Informationen sollten regelmäßig aktualisiert werden?
- Welche Informationen bleiben weitgehend unverändert?
Die Antworten helfen dir, deine Content-Erstellung sinnvoll zu priorisieren.
Erstelle eine Website-Struktur
Die Website-Struktur beschreibt, wie Inhalte über die gesamte Website hinweg organisiert und miteinander verknüpft sind. Sie beeinflusst Benutzerfreundlichkeit, Navigation, Verständlichkeit für Suchmaschinen und das gesamte Besuchererlebnis. Besucher sollten sich beim Surfen nie verloren fühlen – eine gut strukturierte Website hilft ihnen, schnell zu finden, was sie suchen.
Eine schlechte Organisation führt oft zu Verwirrung, Frustration und abgebrochenen Besuchen. Eine gute Organisation ermutigt Besucher dagegen, weiter zu erkunden.
Die Website-Hierarchie verstehen
Die meisten Websites folgen einer klaren Hierarchie: Die Startseite steht ganz oben, darunter liegen die Hauptabschnitte, und darunter wiederum einzelne Seiten oder Inhaltskategorien. Eine einfache Struktur könnte so aussehen:
- Startseite
- Über uns
- Leistungen
- – Leistung A
- – Leistung B
- – Leistung C
- Blog
- – Kategorie A
- – Kategorie B
- – Kategorie C
- Kontakt
Eine solche Struktur macht die Navigation intuitiv – sowohl auf dem Desktop als auch auf mobilen Geräten.
Navigation einfach halten
Einer der häufigsten Fehler ist eine Navigation mit zu vielen Menüpunkten. Besucher sollten die Hauptnavigation sofort verstehen können. In der Praxis funktionieren die meisten Websites mit fünf bis sieben primären Navigationspunkten, zum Beispiel:
- Startseite
- Über uns
- Leistungen
- Blog
- Ressourcen
- Kontakt
Inhalte in Kategorien organisieren
Kategorien gruppieren verwandte Inhalte und erleichtern das Stöbern. Je nach Website-Typ sehen sie ganz unterschiedlich aus:
- Blog – zum Beispiel Anleitungen, Neuigkeiten, Erfahrungsberichte und Branchen-Trends.
- Bildungswebsite – zum Beispiel Anfängerkurse, Fortgeschrittenenkurse und Expertenkurse.
- Online-Shop – zum Beispiel Elektronik, Kleidung und Haushaltswaren.
Klare Kategorien helfen Besuchern, effizient zu stöbern, statt sich durch unübersichtliche Inhaltsmassen zu kämpfen.
Interne Verknüpfungen schaffen
Seiten sollten auf natürliche Weise mit verwandten Inhalten verlinkt sein. Eine Serviceseite kann zum Beispiel auf passende Blogbeiträge, Kundenmeinungen, häufig gestellte Fragen und Kontaktformulare verweisen. Solche Verknüpfungen verbessern die Navigation und helfen Besuchern, zusätzliche relevante Informationen zu entdecken.
Nutzerreisen planen
Eine Nutzerreise beschreibt den Weg, den ein Besucher bei der Interaktion mit deiner Website zurücklegt. Ein typisches Beispiel: Ein Besucher kommt über ein Suchergebnis auf die Website, liest einen Artikel, erfährt mehr über einen Service, liest Kundenmeinungen und füllt schließlich ein Kontaktformular aus. Jeder Schritt sollte sich natürlich und logisch anfühlen – wenn du solche Reisen vorab planst, wird deine Website insgesamt wirksamer.
Übung: Baue deine Website-Struktur
- Schreibe die Startseite oben auf ein Blatt Papier.
- Liste darunter die Hauptabschnitte auf.
- Füge unter jedem Abschnitt die unterstützenden Seiten hinzu.
- Bestimme, wie Besucher zwischen den Seiten navigieren.
- Entferne unnötige Seiten.
- Vereinfache die Navigation, wo immer es geht.
- Überprüfe die Struktur aus der Perspektive eines Besuchers.
Eine Sitemap erstellen
Eine Sitemap ist eine visuelle Übersicht aller wichtigen Seiten. Sie vor der Entwicklung zu erstellen, hilft dir, Lücken zu erkennen und die Organisation zu verbessern. Eine einfache Sitemap kann zum Beispiel enthalten: Startseite, Über uns, Leistungen, Blog, Kontakt, Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen. Weitere Abschnitte ergänzt du nach Bedarf – die Sitemap wird so zum Bauplan deiner Website.
Wähle deinen Domainnamen
Ein Domainname ist die Adresse, die Besucher in ihren Browser eingeben, um deine Website zu erreichen. Die Wahl des richtigen Namens ist eine der ersten und wichtigsten Branding-Entscheidungen. Domains lassen sich später zwar ändern, das bringt aber meist zusätzlichen Aufwand und Verwirrung bei deinen Besuchern mit sich – eine sorgfältige Auswahl von Anfang an ist daher fast immer der bessere Weg.
Ein Domainname beeinflusst Markenbekanntheit, Glaubwürdigkeit, Einprägsamkeit und die Wirksamkeit deines Marketings. Besucher bilden sich oft schon anhand der Professionalität und Einfachheit eines Domainnamens einen ersten Eindruck.
Was einen starken Domainnamen ausmacht
Effektive Domainnamen sind in der Regel kurz, leicht zu buchstabieren, leicht auszusprechen, leicht zu merken und relevant für deine Website. Komplizierte Domains schaffen meist nur unnötige Hürden.
Halte es einfach:
Vergleiche zum Beispiel best-online-marketing-loesungen-fuer-kleinunternehmen.de mit marketingloesungen.de – die kürzere Version bleibt deutlich besser im Gedächtnis.
Vermeide verwirrende Schreibweisen:
Besucher sollten deinen Domainnamen hören und sofort korrekt eintippen können. Verzichte deshalb auf ungewöhnliche Schreibweisen, übertriebene Abkürzungen und komplexe Wortkombinationen – Klarheit verbessert die Benutzerfreundlichkeit.
Vermeide Zahlen und Bindestriche:
Beides führt häufig zu Verwechslungen. Eine Domain wie website-4-dich.de lässt sich auf mehrere Arten lesen und eintippen – einfache Domains wirken in der Regel stärker.
Spiegle deinen Zweck wider:
Die Domain sollte möglichst zu den Zielen deiner Website passen: eine persönliche Marke kann einen Eigennamen nutzen, ein Unternehmen den Firmennamen, eine Nischenwebsite eine passende Keyword-Phrase, sofern sie natürlich klingt.
Denke langfristig:
Eine zu enge Domain kann später einschränken. Eine Domain wie bildschirme-unter-300euro.de wirkt limitierend, sobald sich die Website auf breitere Technologiethemen ausweitet.
Domain-Endungen
Die Domain-Endung steht nach dem letzten Punkt, etwa .com, .org, .net oder .de. Es gibt heute viele weitere Endungen, aber die weit verbreiteten und einfachen Endungen bieten Besuchern in der Regel die größte Vertrautheit.
Übung: Wähle deinen Domainnamen
- Liste mehrere mögliche Namen auf.
- Streiche komplizierte Optionen.
- Streiche Namen, die schwer zu buchstabieren sind.
- Sprich jeden verbleibenden Namen laut aus.
- Frag andere, ob sie sich den Namen leicht merken können.
- Berücksichtige künftiges Wachstum.
- Wähle die stärkste Option, die zu deinen Zielen passt.
Branding-Grundlagen für Einsteiger
Branding bedeutet, eine konsistente Identität zu schaffen, an der Besucher deine Website wiedererkennen. Viele Einsteiger denken, Branding sei nur ein Logo – ein Logo ist wichtig, aber Branding umfasst weit mehr und prägt, wie Menschen deine Website, dein Unternehmen und deine Inhalte insgesamt wahrnehmen.
Eine Marke ist der Gesamteindruck, den Menschen bei der Interaktion mit deiner Website gewinnen. Sie umfasst visuelle Identität, Botschaften, Tonfall, Werte, Reputation und Benutzererfahrung. Starkes Branding schafft Vertrautheit und Vertrauen.
Deine Markenidentität definieren
Bevor du mit der Gestaltung beginnst, beantworte diese Fragen: Wofür steht deine Website? Welche Werte vermittelt sie? Wie sollen sich Besucher beim Interagieren fühlen? Was unterscheidet sie von ähnlichen Websites? Die Antworten leiten alle weiteren Branding-Entscheidungen.
Markenfarben, Typografie und Stimme
Farben beeinflussen Wahrnehmung und Wiedererkennung. Als Einsteiger solltest du zu viele Farben vermeiden – ein einfaches System aus Primärfarbe, Sekundärfarbe und Akzentfarbe wirkt meist am professionellsten.
Typografie bezieht sich auf die Schriftarten, die du auf deiner gesamten Website verwendest. Gute Typografie priorisiert die Lesbarkeit: klare Überschriften, angenehmer Fließtext, einheitliche Schriftarten. Zu viele unterschiedliche Schriftarten lassen eine Website schnell unruhig wirken.
Die Markenstimme beschreibt, wie deine Inhalte mit Besuchern kommunizieren, zum Beispiel professionell, freundlich, informativ, autoritativ, gesprächig oder unterstützend. Diese Stimme sollte über alle Seiten hinweg einheitlich bleiben.
Logo und Konsistenz
Ein Logo trägt zur visuellen Wiedererkennung bei. Für den Einstieg muss es nicht komplex sein – effektive Logos sind meist einfach, einprägsam, skalierbar und relevant. Es sollte in jeder Größe gut lesbar bleiben.
Markenkonsistenz bedeutet, auf der gesamten Website dieselben visuellen und kommunikativen Standards einzuhalten: bei Farben, Schriftarten, Logo, Botschaften, Bildern und Schreibstil. Ein einheitliches Branding wirkt sofort professioneller.
Besucher entscheiden oft innerhalb von Sekunden, ob sie einer Website vertrauen. Professionelles Design, klare Botschaften, genaue Informationen, einheitliche Präsentation und authentische Kommunikation tragen wesentlich zu dieser Glaubwürdigkeit bei – und damit zum Erfolg deiner gesamten Website.
Checkliste vor dem Start
Bevor du Hosting kaufst, WordPress (*) installierst oder ein Theme auswählst, geh diese Punkte einmal durch:
Ziele
- Primäres Website-Ziel definiert
- Sekundäre Ziele identifiziert
- Messbare Ziele festgelegt
- Gewünschte Besucheraktion bestimmt
Website-Typ und Zielgruppe
- Passenden Website-Typ ausgewählt
- Ähnliche Websites recherchiert
- Zielgruppe und ihre Bedürfnisse definiert
- Zielgruppenprofil erstellt
- Mobile Nutzung berücksichtigt
Inhalt und Struktur
- Wichtige Seiten geplant
- Content-Säulen und Kategorien festgelegt
- Redaktionskalender angelegt
- Sitemap erstellt und Navigation geplant
- Nutzerreisen überprüft
Domain und Branding
- Mehrere Domain-Optionen geprüft und einprägsamen Namen gewählt
- Passende Domain-Endung gewählt
- Markenidentität, Farben und Typografie definiert
- Logo-Konzept und einheitliche Markenstimme festgelegt
Wenn du jeden dieser Punkte beantworten kannst, hat deine Website einen klaren Zweck, eine durchdachte Struktur und eine erkennbare Identität. Die eigentliche Entwicklung kannst du dann mit Zuversicht und einem klaren Ziel vor Augen angehen.
(*) Hinweis: Hinter einigen Links stehen Affiliate-Programme. Für Sie bleibt der Preis exakt derselbe, wir erhalten jedoch eine kleine Provision, die wir direkt in unsere kommenden Recherchen investieren. Vielen Dank, dass Sie unsere Arbeit auf diese Weise unterstützen!
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